WAS FÜR EINE HINTERHÄLTIGKEIT!

 

Im Urner Wochenblatt vom 17. August entnehme ich einer Medienmitteilung der Jungen SVP Uri, Frau Regierungsrätin Bär sei offensichtlich bei „Machenschaften“ ertappt worden, die laufend an die Öffentlichkeit kämen (z.B. BaZ online vom 12. August: „Im Urner Regierungsamt gescheitert“).

Die Parteigruppe verlangt nun von der Politikerin mehr Transparenz. Falls weitere Projekte für die Beherbergung Asylbewerbender geplant seien, müsse dies sofort publik gemacht werden. Barbara Bär habe ihre Konsequenzen aus dem Desaster zu ziehen.

Diesen feindseligen Text lese ich im Zusammenhang mit der ganzen „Seelisberger“-Berichterstattung: In Absprache mit den Gemeindebehörden wollten die verantwortlichen kantonalen AmtsträgerInnen die Bevölkerung über Pläne informieren, in einem Seelisberger Hotel Asylbewerber (maximal 60 Personen) unterzubringen. Von Anfang an bestand keine Bereitschaft seelisbergerseits zum Gespräch: Die Kantonsvertreter und vor allem die Regierungsrätin Bär wurden – auch von Amtsträgern der Gemeinde – zusammengebrüllt und am Sprechen gehindert, so dass schliesslich die Veranstaltung abgebrochen werden musste. Ein sogenannter „Runder Tisch“ soll nun das Gespräch zu einer„Vernünftigen Asyllösung“ wieder aufnehmen.

Dass nun für das Desaster dieser unwürdigen Veranstaltung einfach die Kantonale Verantwortliche für Asylfragen, Frau Regierungsrätin Bär, verantwortlich gemacht wird, ist skandalös. Wie jedoch die Medienmitteilung der Jungen SVP uns den Hinweis gibt, geht es hier überhaupt nicht um Sachpolitik, sondern um Personen und Parteipolitik. Und die hat jetzt das neue Label „Vernünftigen Asyllösung“ vereinnahmt. Es lebe die Vernunft!!

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